Operationen zur Gewichtsreduktion: Der „Gen-Effekt“ und was danach kommt.

Patienten mit starkem Übergewicht suchen oft voller Hoffnung Rat in der Klinik, um durch spezielle chirurgische Eingriffe (sog. Bariatrische Chirurgie) ihre unerwünschten Pfunde loszuwerden. Eine Magen-Bypass-Operation, zumeist auch in Kombination mit einer Fettabsaugung, ist dafür nur eine von vielen Methoden, wenn konservative Methoden wie Diäten, Ernährungsumstellung und sportliche Aktivitäten versagen. Ein neuer Bericht in Cell Reports, veröffentlicht im April 2013, belegt, dass Magen-Bypass-Operationen überraschenderweise auch eine positive Wirkung auf die Expression bestimmter Gene dieser Patienten haben.

Wie äußert sich diese verbesserte Genexpression?
Forscher am Karolinska Institutet in Schweden haben festgestellt, dass in Folge eines bariatrischen Eingriffs genau die Gene wiederhergestellt werden, die einer allgemeinen Verbesserung des Stoffwechsels dienen. Mit anderen Worten – nach der Operation können die Gene, die für die Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts und für die Kalorienverbrennung relevant sind, reaktiviert und verbessert werden.

„Wir konnten beweisen, dass die spezifischen Gene bei stark übergewichtigen Menschen, welche die Fettverbrennung und die Fettspeicherung im Körper steuern, positiv geändert werden“, sagt Senior-Autor Professor Juleen Zierath, des Karolinska Institutet in Stockholm, Schweden. „Nach der Operation werden die verschiedenen Ebenen dieser Gene wieder in einen gesunden Zustand überführt, woraus insgesamt ein verbesserter Stoffwechsel resultiert.“

„Die Neuheit unserer Arbeit entsteht aus der Feststellung, dass die DNA-Methylierung durch Gewichtsverlust verändert wird“ sagt Erstautor Romain Barrès von der Universität Kopenhagen in Dänemark.

Diese Forschung sollte alle die Patienten überzeugen, welche eine Operation zum Erzielen eines nachhaltigen Gewichtsverlustes erwägen – nicht zuletzt wegen der langfristigen Auswirkungen auf Lebensstil und Gesundheit.

Gewicht verloren – aber wie geht es nun weiter?
Die mit einem massiven Gewichtsverlust einhergehende Hauterschlaffung am gesamten Körper wird jedoch von vielen Patienten als sehr störend empfunden. Die Haut hat im Laufe der Zeit an Elastizität verloren und konnte sich bei der schnellen Gewichtsabnahme nicht ausreichend den neuen Körperkonturen anpassen. Deswegen können die übriggebliebenen Haut-Fett-Überschüsse auch jetzt noch die Silhouette des Körpers beeinträchtigen.
Glücklicherweise kann hier die körperformende plastische Chirurgie durch eine Reihe von Verfahren helfen, die erschlaffte Haut des Körpers zu entfernen. Dazu gehören Armstraffungen, Halsstraffungen, Bauchstraffung, Straffungen an oberen oder unteren Körperarealen oder auch die Bruststraffung. Patienten nach einem massiven Gewichtsverlust sollten hier den Rat des Plastisch-Ästhetischen Chirurgen suchen.

Beachten Sie hierzu bitte unsere Kooperation mit dem Zentrum für Adipositas und metabolische Chirurgie der Klinik für MIC – Minimal Invasive Chirurgie!